Oct. 1999 - Sept. 2000

 

 

Bis auf die lustigen Nachbarn ist unsere Wohnung echt genial. Sie ist sehr groß, und niemand redet uns drein, wenn wir Besuch haben wollen. Der einzige Nachteil ist, daß wir schon sehr abgelegen wohnen. Um nach Manhattan zu kommen, müssen wir zuerst mit dem B41 Bus fahren und dann mit dem 2er (Endstation Flatbush Avenue). Oder wir fahren mit dem B9, auf dem man je nach Laune des Busses auch eine Stunde warten muß (dafür kommen dann gleich 3 Busse hintereinander), und dann weiter mit dem D-train (Station Avenue M). Mit dem D-train fahre ich auch nach Coney Island.

Ursula zu Halloween

Unsere Wohnung ist sehr groß und hell, und wir haben eine sehr nette Vermieterin und sehr laute Nachbarn. Unter uns wohnt ein schwarzes Ehepaar. Der Mann schnarcht so laut, daß man ihn in unserer Wohnung hört. Ganz unten, im basement, wohnt der Sohn der Vermieterin mit einem Freund. Der Sohn liebt es über alles, sich -vor allem so um 1 Uhr nachts- lautstark mit seinen Freunden zu unterhalten oder zu streiten. In den Gesprächen, die meistens direkt unter unserem Fenster stattfinden, geht es fast immer um irgendwelche Frauen. Besonders interessant dabei ist zuzuhören, wer welche Frau gef... hat, etc. Es läuft alles auf sehr kultiviertem Niveau ab, wie gesagt.

Bibiane beim Staubsaugen im Stiegenhaus

 

Avenue L is where I live with Ursula and Bibiane. On the picture above you can see our kitchen and Bibiane, who is pouring hot water into her mug out of Erna, the cow, . Further you can see our collection of empty beer bottles (to which I certainly did not contribute!)

In unserer Wohnung spricht man nur Deutsch, wenn wir nicht gerade Besuch haben, deshalb schreib' ich jetzt auch auf Deutsch.

 

 

 

Ich beim Badputzen

Unsere Wohnung liegt zwischen zwei Neighborhoods: Östlich ist alles streng jüdisch-orthodox und westlich, ab der Flatbush Avenue, ist man mitten in der Karibik. Dementsprechend ist auch die Auswahl der Geschäfte in unserer Gegend. Östlich, in "Young Israel of Midwood" ist alles kosher, vom Fleischhauer und Glatt Mart bis zum Chinese Take Out (!) und Kosher Sushi. Auf der Flatbush Avenue bekommt man dafür Aloe Blätter, Cocos-Saft und in der Tiefkühltruhe im Associated Supermarkt Schmankerln wie ox-tail und Schweinefüße.

Auf den folgenden Seiten gibt es eine kleine Tour durch die Wohnung und unsere Hood:

 

PS: Im Oktober 2000 habe ich diese WG verlassen, um mein Glück alleine in Park Slope zu versuchen. Ursula und Bibiane wohnen noch immer in der Avenue L. (27/01/01).